Wirkung von Carsharing

Carsharing kann helfen, den Autoverkehr zu reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Studie, bei welcher 1600 Nutzerinnen und Nutzer des Carsharing-Anbieters WeShare online befragt wurden (WeShare gehört zu VW und ist mit 1.500 free floating Elektro-Golfs in Berlin vertreten). Zwei Drittel der befragten WeShare-Nutzer haben demnach kein Auto im Haushalt. Von ihnen würden rund 24 Prozent ein Auto anschaffen, wenn es kein Carsharing gäbe. Nicht unerwähnt bleibt, dass Carsharing natürlich auch eine Konkurrenz zum öV ist, wobei hier die Resultate zu differenzieren sind, da auch ohne Carsharing individuelle Fahrten gewählt werden (Taxi, Mietwagen, geborgte Autos usw.). Wichtig ist auch der Fakt, dass offenbar Carsharing nur gezielt genutzt wird – anders als das Auto im Alleinbesitz. Für den Forschungsleiter Andreas Knie ist daher klar: „Ein gutes Angebot an öffentlichem Verkehr und Fahrradwegen reichen nicht aus, um die Leute aus dem Auto rauszukriegen.“ Er meint, dass Städte das Carsharing fördern sollten (z.B. durch gute Standorte bei geringen Gebühren). Zudem konnten Daten von rund 600000 WeShare-Buchungen im Zeitraum von September 2019 bis Februar 2020 analysiert werden. Zahlreiche Fakten sind die Folge: So wird Carsharing mehr als 25 Prozent der Zeit genutzt, private Autos dagegen nur fünf Prozent. Immerhin kann mit Carsharing so wertvoller Parkraum für sonstige Aktivitäten in Städten freigespielt werden. Hier gehts zur Studie.

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