Testen

9. August 2019Technik

Kennt ihr auch die Beispiele, wo ein Thema in der Konzeptphase stecken blieb? Bei unsere Arbeitsweise «Design Thinking» kann das nicht passieren, weil man rasch zum Arbeitsschritt «Testen» kommt. Diese Denkweise hat uns aber auch veranlasst, zu aktuell heiss diskutierten Themen selber Erfahrungen zu sammeln. Daher haben wir einen der meistverwendeten E-Scooter selber gekauft und testen das Einsatzgebiet. Herausforderungen stellten sich bereits beim Kauf: Welche der unzähligen Scooter sind auf öffentlichen Strassen überhaupt zugelassen? Hier das Merkblatt der Kapo mit einem guten Überblick über Trendfahrzeuge (wir mussten noch Klinkel und Rücklicht ergänzen). Dann erste Erkenntnisse zum Einsatz auf dem Pendlerweg: Meiner ist 6.2km lang, in 18 Minuten 12 Sekunden und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20.4km zurückgelegt, mit dem 37 Grad warmen Akku hätte ich noch 16km fahren können (es war verblüffend, wie man alle Daten standardmässig über die Ninebot-App einfach aus dem Scooter auslesen konnte. Kein Wunder spriessen die Scooterfirmen: Man kauft ein Standardfahrzeug, ergänzt es um ein GPS-Tool mit Sim-Karte und schon kann man den Dienst digital in eine Software einbinden – fertig ist die neue Mobilitätsdienstleistung). Kleiner Vergleich: Mit dem Bus (1x Umsteigen, Tür-zu-Tür, schnellste Verbindung) habe ich für den gleichen Pendlerweg gemäss Fahrplan 22 Minuten (Verspätungen und Anschlussbrüche nicht berücksichtigt). Ob sich die Scooter durchsetzen werden, ist noch offen. Will ihn jemand Testen, steht er in unserem Büro bereit – ein Grund mehr, uns wieder mal zu besuchen. Wir freuen uns auf euch.

Mobilitätshub

26. Juli 2019Technik/Zukunft

Wo spielt künftig die Musik: Am Bahnhof? Bei der Tankstelle? Im Parkhaus? Oder gemäss Ansatz Easymobil an der öV-Haltestelle des Nahverkehrs. Easymobil verbindet dort mehrere Mobilitätsangebote und praktische Services miteinander. Denn immer mehr Menschen kombinieren verschiedene Verkehrsmittel für ihre täglichen Wege.

Smart City Wien: Breite Angebote

19. Juli 2019Wirtschaft

Mit attraktiveren Angeboten eine bessere Mobilität erreichen. Diese Idee verfolgt die Smart City Wien ziemlich konsequent seit Jahren. Das Wiener Rathaus betont dabei ausdrücklich, dass man grundsätzlich nicht gegen das Auto vorgeht, sondern das bessere Verkehrskonzept anpeilt, das mehr Lebensqualität verspricht. „So viel Auto wie nötig, so wenig Auto wie möglich. Nicht Verbote stünden im Vordergrund, sondern Angebote“, heißt es zudem in der Stadtverwaltung. Ein Ansatz der auch für zahlreiche Schweizer Städte eine mehrheitsfähige Strategie sein könnte. In diesem Sinn wünschen wir mit folgendem Zitat allen Changemakern schöne Ferien: Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

Lebensmittel-online-kaufen skaliert

12. Juli 2019Kommunikation/Technik

Nachdem Le Shop vorgespurt hat, geht die Migros nun in die Offensive. Interessant, wie sie den Onlineeinkauf mit dem neuen Ansatz Miacar mit dem einstigen Migroswagen vermarktet: «Wozu zum Supermarkt gehen, wenn der Supermarkt auch zu Dir kommen kann? Bereits ab einem Bestellwert von CHF 25 bringen wir Dir Deine Lebensmittel mit unseren elektrobetriebenen Fahrzeugen kostenlos nach Hause. MIACAR bringt den rollenden Supermarkt wieder zu Dir ins Quartier.»

Pendlerweganalyse mit commuteRANK

5. Juli 2019Allgemein

commuteRANK ist ein Analyse-Tool zur Berechnung und Visualisierung von (Pendler-)wegen. Für die Analyse berechnet commuteRank alle relevanten Tür-zu-Tür-Routenoptionen. Berücksichtigt werden öV, Auto, E-Bike, Velo und Fusswege, sowie auch die Kombinationen von Verkehrsmittel (P&R). Die Software stützt sich auf realen, aktuellen Standort- und Verbindungsdaten ab. Benutzerspezifische Konfigurationen entsprechend den Präferenzen und Regeln der Firma/Organisation sind möglich. Spannende Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise Standortanalysen für Firmen (bspw. Umzugspläne), Potentialanalysen im Rahmen von Mobilitätskonzepten (angestrebter sinnvoller Modalsplit) oder Erarbeitung Mobilitätsmangement-Konzepten für Mitarbeitende. Trafiko hat das Tool bereits mehrfach im Rahmen von Beratungsmandaten bei mittleren sowie grossen Unternehmen eingesetzt und verfügt über eine entsprechende Lizenz.

Neue Konzepte für den Langsamverkehr

28. Juni 2019Technik/Wirtschaft

In 3 Stunden fährt der TGV von Basel nach Paris. Dort gibts höchst zuverlässige S-Bahnsysteme oder Metrolinien – fast im Minutentakt. Doch im Untergrund sieht man wenig von der schönsten Stadt Europas. Laufen ist bei den grosszügigen Anlagen oft auch eine schlechte Wahl. Da kommen die Trottinetts gerade recht (im Bild vor dem Sacré-Cœur, dem Grande Arche und dem Eiffelturm). Paris ist regelrecht davon begeistert. 20’000 Trottis von 12 Anbietern stehen bereit und werden von den Einheimischen und Touristen rege genutzt. Ein Boom, der selbst Wissenschaftssendungen wie Einstein auf SRF zu einer Reportage veranlasste (u.a. auch aus Zürich, wo die Trottis auch auf Vormarsch sind). Die Kehrseite sind natürlich die noch weitgehend fehlenden Regeln für diese neuen Langsamverkehrskonzepte. Paris musste diesbezüglich kürzlich klare Massnahmen festlegen, wie der Stern berichtete. Es ist nicht das erste Verkehrsmittel, welches man regulieren muss …

Flightradar in Echtzeit

21. Juni 2019Technik

Die Luftfahrtbranche kommt in der aktuellen Klimadiskussion unter Druck. Irgendwie verständlich, wenn man sich auf www.flightradar24.com die Echtzeit-Darstellung der aktuell in der Luft befindlichen Flugzeuge anschaut (siehe Bild – rund 19000 sind jederzeit weltweit in der Luft. Sie sind für knapp fünf Prozent des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich). Wenn man dann noch bedenkt, dass ein Flug von Zürich nach New York 45’000 Liter Kerosin verbraucht, werden die Dimensionen klar. Übrigens: 1 Liter Kersoin bekommt man aktuell (steuerbefreit) für 50 Rappen. Sicher wirds auch noch technische Weiterentwicklungen mit alternativen Treibstoffen geben. Hier übrigens der aktuelle Stand diesbezüglich, falls Fakten interessieren.

Jelbi diese Woche gestartet

14. Juni 2019Technik/Wirtschaft

In Berlin gehts los: Diese Woche ist die Mobilitätsplattform Jelbi gestartet: Eine App, um verschiedene Dienste für seine Reise von A nach B zu buchen. Noch fehlen einige der 25 Mobilitätspartner, die ihr Commitment zum Projekt abgegeben haben. Da die volle Anbindung aller Verkehrsmittel nicht von jetzt auf gleich geht, ist ein schrittweiser Ausbau geplant. Durch den frühen Start kann auch das neue Angebot erprobt und optimiert werden. Es wird aber nicht nur eine Plattform vorangetrieben, auch zu neuen Mobilitätskonzepten haben die städtischen Verkehrsbetriebe eine unverkrampfte Einstellung: «Bei den neuen Mobilitätsangeboten besteht oft eine überhöhte Erwartung. Wir können gelerntes Verhalten nur über Zeit verändern. Es hat auch Zeit gebraucht, um die Menschen mit dem Smartphone vertraut zu machen. Aber unseren Kindern können wir heute kaum noch erklären, wozu wir mal eine Telefonzelle oder gar ein Telefonbuch gebraucht haben. Wenn es uns gelingt, den öffentlichen Nahverkehr in seiner Gesamtheit so attraktiv zu machen, dass das eigene Auto zur Ausnahme wird, bekommen Sharing-Angebote eine völlig veränderte Wirtschaftlichkeit.». Dies und mehr zu neuen Verkehrskonzepten erklärt BVG-Vorstand Henrik Haenecke im lesenswerten Interview.

Feierabendbier

7. Juni 2019Kommunikation/Wirtschaft/Zukunft

Die über 40 Anmeldungen haben uns gefreut. Mit euch und den noch spontan zugestossenen Gästen gab es gute Mobilitätsgespräche an verkehrlich spannender Lage direkt am Bundesplatz in Luzern. Heiss diskutiert wurde u.a. das Bahnreform-Symposium von letzter Woche. Trafiko hat sich entschlossen, einen Buchbeitrag einzureichen, welchen wir euch nicht vorenthalten wollen: Change im Mobilitätsmarkt-Trafiko-7Juni19 oder Textbeitrag Change im Mobilitätsmarkt. Ein kleiner Input, um anstehende Reformen passend zum Verkehrsmarkt aufzugleisen …

Trafiko