Feierabendbier

7. Juni 2019Kommunikation/Wirtschaft/Zukunft

Die über 40 Anmeldungen haben uns gefreut. Mit euch und den noch spontan zugestossenen Gästen gab es gute Mobilitätsgespräche an verkehrlich spannender Lage direkt am Bundesplatz in Luzern. Heiss diskutiert wurde u.a. das Bahnreform-Symposium von letzter Woche. Trafiko hat sich entschlossen, einen Buchbeitrag einzureichen, welchen wir euch nicht vorenthalten wollen: Change im Mobilitätsmarkt-Trafiko-7Juni19 oder Textbeitrag Change im Mobilitätsmarkt. Ein kleiner Input, um anstehende Reformen passend zum Verkehrsmarkt aufzugleisen …

Incentivereisen

31. Mai 2019Technik/Wirtschaft

12’000 Chinesinnen und Chinesen haben sich beruflich stark engagiert, um die von ihrer Firma bezahlte Reise in die Schweiz zu erleben. Verständlich, bei uns sind Städte, Seen und Berge wunderschön. Schön auch, dass die Destination Luzern die Herausforderung annahm, wo in 6 Wellen jeweils bis zu 4000 Gäste gemeinsam den Tag verbrachten. Trafiko half mit und erstellte das Mobilitätskonzept für die Stadt Luzern. Dies war insofern anspruchsvoll, da der gewöhnliche Cartourismus mit bis zu 500 Carbewegungen pro Tag im Mai nebenher auch weiterlief. Ziel war daher unter Anderem, das lokale Leben möglichst wenig zu belasten und die Carfahrten der grössten Reisegruppe in Luzern zu minimieren. Teil des Erfolgs war wohl nicht einzig das einfach verständliche Kurzkonzept inkl. herunter gebrochenen Anweisung für alle 100 Reisecars und Einsatzposten, sondern die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten (siehe auch Beitrag Schweiz Aktuell). Wenn auch solche Grossgruppen die Ausnahme sind, der Tourismus verändert sich. Neue Konzept sind nötig, damit Luzern für alle attraktiv bleibt. Wir werden den Change schaffen, wie dieses Beispiel zeigt.

Firmen Carsharing

24. Mai 2019Technik/Wirtschaft

Beim Versorgungsunternehmen Thüga (Thüga-Gruppe mit etwa 100 Stadtwerken und Regionalversorgern) hatten sich vor einiger Zeit engagierte Mitarbeiter gefragt, warum eigentlich ihr privat genutztes Auto, mit dem sie morgens ins Büro gefahren waren, in der Regel den ganzen Tag über ungenutzt auf dem Firmenparkplatz herumstand – und ihr Arbeitgeber im Gegenzug zahlreiche Pool-Fahrzeuge vorhielt, mit denen die Mitarbeiter beispielsweise zu Geschäftsterminen fuhren. Mit Partner e2work entwickelte man eine Art firmeninternes Carsharing: Das Unternehmen bietet den rund 17.200 Beschäftigte nun die Möglichkeit, ein Auto zu teilen: Morgens steuert der Mitarbeiter damit ins Büro, abends wieder nach Hause. Während der Arbeitszeit aber kann es von anderen Kollegen für Dienstfahrten genutzt werden. Anschaffungs- und Betriebskosten teilen sich beide Seiten. Bei einem elektrisch angetriebenen Renault Zoe spart das Unternehmen so laut Thüga 23 Prozent, der Mitarbeiter sogar 33 Prozent gegenüber der normalen Anschaffung auf eigene Rechnung. Solche Plattformen gibt es übrigens auch in der Schweiz, wie folgendes Video zeigt:

Grüne Welle?

17. Mai 2019Technik/Wirtschaft

Man könnte meinen, das Zitat von William Seward Burroughs wurde kürzlich ausgesprochen: „Nach einem kurzen Blick auf unseren Planeten würde ein Ausserirdischer sagen: Ich will den Chef sprechen.“ Der US-amerikanische Schriftsteller lebte aber von 1914-1997, würde vielleicht heute gar sein Zitat wie folgt ergänzen: «Ich will den Chef sprechen, werde aber zuerst Sofortmassnahmen lancieren». Inzwischen ist den meisten klar, wir müssen etwas tun. Trafiko will so beitragen, wie swissclentec dies seit 10 Jahren postuliert. Darum traten wir dieser Organisation auch bei und setzen so ein erstes Zeichen. Dies reicht natürlich nicht. Aber die Schweiz hatte immer wieder gute Ideen: Das Halbtax-Abonnement wurde zwar 1890 eingeführt und richtete sich damals ausschliesslich an Geschäftsreisende. Schwung kam aber in den 80er-Jahren. Das Waldsterben führte zu einer politischen Diskussion um den Umweltschutz. 1987 beschloss das Parlament, im Rahmen des Eisenbahnprojektes Bahn 2000 den Preis des Halbtax von 360 auf 100 Franken zu senken. Dies war der Start einer Erfolgsgeschichte. Binnen zwei Jahren stiegen die Verkaufszahlen daraufhin von 660’000 auf mehr als zwei Millionen an (Quelle: Wikipedia). Wir meinen, auch heute ist mehr Intelligenz statt Beton und wieder einmal ein Zeichen dieser Art nötig.

Sind E-Trottinette öV?

10. Mai 2019Allgemein

Ja. Zumindest sieht Google dies so, wie der Printscreen von Google Maps in Brüssel zeigt. So wird bei einer Routenabfrage beispielsweise der E-Trottinett-Dienst Lime unter „öV“ als „Weitere Möglichkeit“ aufgelistet. Es ist anzunehmen, dass in naher Zukunft weitere Mobilitätsanbieter angezeigt werden. Während die Fachwelt und die Behörden noch darüber debattieren, ob neue Mobilitätsangebote öV sind oder nicht, hat hier eine der mächtigsten Plattformen der Welt bereits eine Entscheidung getroffen. Auf Seiten Behörden sind nun sinnvolle Rahmenbedingungen für solche neue Mobilitätsdienste gefordert, die den öV effektiv ergänzen – nicht nur als Anzeige auf Google Maps.

Apps versus teure Infrastruktur

2. Mai 2019Technik

Die Parkuhr wird langsam aber schleichend durch Apps ersetzt. Noch hat es sich nicht verbreitet durchgesetzt, die Parkgebühr digital zu bezahlen, aber die entsprechenden Angebote sind da. Das Bild zeigt eine Zürcher Bezahlstelle. Ein Dienst der Stadt Zürich, easypark, ParkNow und parkingpay stehen zur Auswahl. Alle tragen ihren Teil bei auf dem Weg zur Smart City. Welcher Dienst wird sich durchsetzten? Gibt es eine Plattform die dereinst verschiedene Park-Apps vereint? Übernimmt Google das Geschäftsfeld? Und wo klebt man die App-Info hin, wenn die Parkuhren dereinst abgeräumt werden – etwa an Bäume?

Mobilitätsbudget. Live!

26. April 2019Kommunikation/Technik

In Hamburg spannen Stadt und Zeitung mit der Aktion „Steig um!“ zusammen. Die Idee: Fünf Hamburger, die drei Monate lang auf ihr Auto verzichten, erhalten jeden Monat jeweils 400 Euro, also insgesamt 1200 Euro, um andere Verkehrsmittel zu nutzen. Die 5 Teilnehmenden werden vor und während der Aktion detailliert über Preise, Zugänge, Buchungsmöglichkeiten, Reichweiten, Vor- und Nachteile sowie Kniffe informiert, um sich im großen Angebot zurechtzufinden. Zeitungs-Reporter begleiten die Teilnehmenden, berichten über deren Erlebnisse. – Das nennen wir eine gelungene Aktion. Viel Spass beim Ausprobieren neuer Möglichkeiten. Wir sind zudem gespannt, wie viel Kredit den Teilnehmenden nach 3 Monaten übrig bleibt (den Restbetrag zu den 400 Euro, welche ein Auto im Schnitt pro Monat kostet, dürfen sie nämlich behalten).

Unterwegs mit Trafiko-Nextbike

17. April 2019Nebenbei

Man soll nicht nur von neuer Mobilität reden, sondern diese auch unterstützen. Unsere Mittel sind zwar begrenzt. Trotzdem setzten auch wir ein Zeichen und unterstützen das Velosharing-System Nextbike mit einigen Rädern. Vielleicht erwischt ihr ein Trafiko-Velo, wenn ihr über Ostern eine Ausfahrt im Raum Luzern plant. Schöne Osterferien!

Mobilität auf Knopfdruck

12. April 2019Technik/Wirtschaft

Wenn sich Schwergewichte zusammentun, um Mobilität auf Arealen gesammelt auf dem Mobile anzubieten, kann Grosses entstehen: Innovatives Carsharing-Projekt. Was klein beginnt, kann mit Allthings, amag, Sharoo und Utorem gross werden, wenn immer weitere lokal verfügbare Mobilitätsdienstleistungen integriert werden. Trafiko darf zusammen mit der Hochschule Luzern das Projekt fachlich und wissenschaftlich begleiten. Nebenbei: Gerade gestern kommunizierten SBB und PostAuto auch, dass sie gemeinsam eine Mobilitätsplattform auf Ende Jahr lancieren wollen. Wir freuen uns, gehts diesbezüglich in der Schweiz vorwärts.

Jobrad – Was ist das?

5. April 2019Job/Technik/Wirtschaft

Oft bieten Arbeitgeber ihren Angestellten einen Dienstwagen – vielerorts noch immer ein beliebter Benefit resp. ein Statussymbol. In Deutschland bieten Jobrad, Eurorad, Business-Bike oder Mein-Dienstrad.de unkompliziert einen Bike-Leasing-Service an. Bei der Firma Moia sind Diensträder fester Bestandteil. Etwa ein Fünftel der 180 Beschäftigten nutzt nach Angaben der Firma das Leasing-Modell (freie Radwahl, jedoch Obergrenze von 1400 Euro). Um ihnen das Strampeln schmackhaft zu machen, gibt es gute Abstellplätze vor dem Büro und einen eigenen Fahrradraum innerhalb des Gebäudes. Schätzungen zufolge gibt es bereits rund 250000 Diensträder in Deutschland (Quelle Süddeutsche). Schöne Idee, das Velofahren z.B. im Rahmen von Mobilitätsmanagement zu fördern. Mit Urban Connect gibts übrigens auch einen Anbieter in der Schweiz. Bike-Leasing fehlt natürlich auch nicht auf unserem Mobilitätsüberblick.

Trafiko