Uber eats – in der Schweiz angekommen

7. Dezember 2018Technik/Wirtschaft

Nächster Dienst für die Schweiz: Uber eats. Die weltweit bekannte on-demand App für Essenslieferungen ist seit 29. Nov. in Genf präsent. Über die App kann bei rund 100 lokalen Restaurants Essen für zuhause oder direkt ans Grillfest bestellt werden (Liefergebühr 4.90 CHF). Dieses wird durch unabhängige Lieferpartner mit Velos und Motorrollern ausgeliefert, welche sich eigenständig und individuell auf der Plattform entsprechende Lieferaufträge schnappen. Während die Restaurants ihr Geschäftsfeld erweitern, damit unkomplizierte Teilzeit-Boten-Jobs entstehen, protestieren die Gewerkschaften (Zeitung / Fernsehen): Uber soll Arbeitgeber sein, nicht einfach Plattform. Wie die Regulierung auch immer ausgeht, der Dienst scheint anzukommen: Weltweit setzen bereits 160’000 Restaurants in 350 Städten auf Uber eats. Wir finden es spannend, wie die Digitalisierung neue Logistik-Konzepte hervorbringt. Offenbar werden sie von Kunden akzeptiert.

Mobility-Philosoph

30. November 2018Wirtschaft

Fazit von Christian Uhle: Im Jahr 2016 wurden 3,4 Millionen Neuzulassungen von Pkw in Deutschland verzeichnet, der Gesamtbestand erhöhte sich auf 45,8 Millionen. Bei aller heraufbeschworener Disruption bilanziert er: Dem Auto ging es nie besser. Das hat seinen Preis (Stichwort: Stau, Platzanspruch, Unfälle, …). Sein Fazit: Durch Technologie allein wird künftig noch nichts besser. Der Schlüssel zu einer echten Verkehrswende wird die Stärkung von Fußverkehr, Fahrrad und klassischem öV sein. Digitale Technologien können dabei einen Beitrag leisten, müssen aber konsequent an der Zielvorstellung einer Verkehrswende ausgerichtet werden. Daher sein Vorschlag: Mut zum Umbau des Verkehrssystems – als einzig blindes Vertrauen in neue Technologien.

Europameisterin?

23. November 2018Medien/Wirtschaft

Diese Grafik relativiert die jährlichen Lobeshymnen auf die Schweiz als Bahnfahreuropameisterin, welche von den Medien jeweils sehr stolz und breit aufgenommen werden. Es ist natürlich schön, dass der grosse öffentliche Finanzmitteleinsatz in die Bahninfrastruktur und den Regionalverkehr Wirkung zeigt. Wir sollten aber nicht vergessen, wo sinnvoll auch Alternativen auszubauen, damit wir tatsächlich öV-Europameisterin werden.

Trotti-Fieber

16. November 2018Technik

Es scheint, als würde jede Generation das Trottinett für sich neu entdecken. Beim letzten grossen Revival – um das Jahr 2000 herum – mutierte das Trottinett zum Kickboard. Knapp 20 Jahre später steht das Trottinett erneut im Fokus, dieses Mal in elektrisch angetriebener Form. Es könnte sein, dass sich das E-Trottinett sogar zu einem ernst zu nehmenden Verkehrsmittel entwickelt – in Kombination mit dem Sharing-Economy-Trend. Während in Zürich E-Trottinetts von den Anbietern Lime und Bird zur Verfügung stehen, können in Basel diese Gefährte vom Schweizer Anbieter Ibion ausgeliehen werden. Hinter Ibion steht die Firma Cablex, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Swisscom. Ibion ist aber längst nicht das einzige Schweizer Unternehmen, welches im E-Trottinett-Markt mitmacht. Auch die Micro Mobility Systems AG, die vor knapp zehn Jahren den Kickboard-Boom geprägt hat, möchte sich als Produzentin etablieren. Wir hatten letzte Woche Gelegenheit, diese E-Trottinetts zu testen. Fazit: Bei trockenem Wetter können sie im urbanen Raum durchaus eine Alternative darstellen. Die Geschwindigkeit ist beeindruckend, wenn nicht sogar etwas beängstigend. Auf jeden Fall lohnt sich eine Probefahrt.

Das Auto öfter stehen lassen …

8. November 2018Technik/Wirtschaft

… und trotzdem mit dem Auto abgeholt werden. Dieser neue Shuttleservice in Hamburg machts möglich. Schön an diesem Ridesharing-Beispiel ist, dass normale öV-Tickets gelten.

Mobilitätsüberblick gefällig?

30. Oktober 2018Technik/Wirtschaft/Zukunft

Den Überblick über die heutigen Mobilitätsmöglichkeiten zu behalten, gestaltet sich zunehmend schwierig. Wir orientieren uns bei unseren Beratungen jeweils am selbst entwickelten Mobilitätsüberblick (Download PDF), welchen wir mit unseren Partnern und Auftraggebern laufend ergänzen und anpassen. Da er jeweils auf grosses Interesse stösst, haben wir uns entschlossen, diesen Mobilitätsüberblick öffentlich zu teilen. Schliesslich müssen wir gemeinsam an den neuen Möglichkeiten arbeiten. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir nur mit mehr Transparenz weiterkommen …

Elektro-Fernbus

26. Oktober 2018Technik

Gestern startete ein Elektro-Fernbus auf der 115 km langen Linie Frankfurt Flughafen – Universität Heidelberg – Mannheim (siehe Bild der DPA). Der Bus aus chinesischer Produktion von BYD hat 51 Plätze und soll ohne Laden 320 km weit fahren können. In der Anschaffung soll das Fahrzeug rund doppelt so teuer sein, wie ein herkömmlicher Dieselbus. FlixBus plant, die Strecke mehrmals täglich zu bedienen. Der Bus wird am Endhalt, dort vor allem in der Nacht aufgeladen. Wir meinen, so gehts: Vision setzen, Strategie und Ziele definieren, dann mit grossem Spirit die Umsetzung in der eigenen Organisation angehen. Der Einwand „Geht nicht“ soll nur noch sehr spärlich genutzt werden. Wenn schon, dann so: „Geht eigentlich noch nicht, mit einem Pilotprojekt sollten wir es aber mal versuchen“.

Mobilität der Zukunft – neue Geschäftsmodelle

11. Oktober 2018Allgemein/Technik/Wirtschaft/Zukunft

An der ETH Zürich haben die ersten Absolventen den neuen Studiengang CAS «Mobilität der Zukunft – neue Geschäftsmodelle» abgeschlossen. Kasimir Stadler von Trafiko war erfolgreich mit dabei und holte sich neue Inputs bezüglich der Umsetzung neuer Strategien und Geschäftsmodelle für eine zukunftsfähige Mobilität unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen und dem sich verändernden Mobilitätsverhalten. Einen kurzen Film zum Thema möchten wir euch nicht vorenthalten:

Machen wir uns also an die Umsetzung solcher Themen!

Mobilitätskongress 2019

5. Oktober 2018Kommunikation/Technik/Wirtschaft

Fehlt der Durchblick über den aktuellen Wandel im Mobilitätsmarkt? Dann dürften die konkreten Themen am Mobilitätskongress vom 30. Januar 2019 interessieren: Der Kanton Luzern lädt wiederum 300 Vertreter der Wirtschaft, der Verwaltung und der Politik zum www.mobilitaetskongress.ch in die pulsierende Viscosistadt in Luzern Nord (Gratis-Anmeldung hier, Plätze berücksichtigt nach Eingang). Trafiko durfte den Anlass für den Kanton designen. Spannend dürfte der österreichische Beitrag von Upstream Mobility werden: Die Wiener Linien und die örtlichen Stadtwerke haben ein dynamisches Tochterunternehmen gegründet, welches ausserhalb der Stammorganisation den Aufbau digitaler Infrastrukturen vorantreibt. Dieses spricht inzwischen nicht nur von neuen Angeboten hin zum Ziel „Mobility as a Service (MaaS)“, sondern betreibt solche in Österreich. Am Kongress werden sie nicht nur vorgestellt, sondern die Idee dahinter erklärt.

Trafiko