öV mit Sharing ergänzen

6. Dezember 2019Technik/Wirtschaft

Mobilitätsdienste kommen und – wie im neusten Fall von „Coup“ – gehen. Den Überblick zu behalten ist schwierig. Ein Journalist der Zeit ging den Gründen auf die Spur: Ein wichtiges Fazit ist, dass neue Dienste nicht den öV konkurrenzieren sollten, sondern diesen Massentransportdienst sinnvoll ergänzen und mit diesem kooperieren müssen. So können heutige Schwächen des öV verbessert werden. Gleichzeitig kann sich der kollektive Verkehr insgesamt weiterentwickeln – mulimodal über Mobilitätsdienste hinweg. Wie das dereinst aussehen könnte, zeigt folgendes Video der Kölner Verkehrsbetriebe:

PS: Als weitere Gründe für die schleppende Integration neuer Mobilitätsdienste nennt der Zeit-Beitrag noch folgende weitere Themen: Lückenhafte Förderung, fehlende öffentliche Abgeltung sinnvoller Dienste, die noch immer hohe Förderung des MIV (Strassenbau, Parkplatzreglemente, Dienstwagenprivileg, …), Kampf mit hohen Betriebskosten beim E-Sharing (Batterieladen), Kampfpreise grosser Anbieter (um teilweise auch ihr altes Stammgeschäft zu schützen), zögernde Städte gegenüber neuen Sharingangeboten, usw. Wir müssen also auch an diesen Themen arbeiten, um das Potenzial neuer Ansätze zu nutzen.

Grossflächig aktiv werden

29. November 2019Kommunikation/Technik

„Selber aktiv werden statt zuwarten“ ist das Gebot der Stunde: Das Zukunftsnetz Mobilität setzt diesbezüglich an und vernetzt die Gemeinden im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen vorbildlich. Nachfolgend nur einige der 10 Handlungsfelder: Kommunales Mobilitätsmanagement, Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche, Betriebliches Mobilitätsmanagement. Interessant ist die neue Funktion vom Mobilitätsmanager*innen, welcher zwischen den verschiedenen Fachbereichen innerhalb der Verwaltung vermittelt und Projekte interdisziplinär voranbringt.

Uber mit öV-Funktionen

22. November 2019Technik/Wirtschaft

In über 20 Städten kann der öffentliche Verkehr bereits über die Uber-Plattform mitgebucht werden. Dies passt zur Firmenvision, dass Uber zur zentralen Anlaufstelle für Auto-, Fahrrad-, Roller-, Bus- und Bahnreisen werden will. Gemäss der New York Times nutzen die Städte bei den meisten Partnerschaften das Uber-Fahrernetz, um Fahrten in Gegenden anzubieten, in denen sich keine Buslinien lohnen. Die Städte subventionieren dabei die Fahrten häufig so, dass die Fahrgäste nicht eine typische Uber-Gebühr entrichten, sondern Preise ähnlich einem Busticket zahlen. Im Gegenzug verkauft Uber auch öV-Tickets und zeigt öV-Verbindungen mit an, kann so also den Nahverkehr in seine App integrieren. Clever, dass bestehende öV-Netz durch Ridehailing zu ergänzen. Damit kommen alle Nutzer ohne eigenes Auto von A nach B. Spannend wird es, wenn man alle Uber-Dienste dereinst als Abo buchen kann, woran offenbar gearbeitet wird, glaubt man diesem Medienbericht.

Mobilität in der Arealentwicklung gemeinsam planen

15. November 2019Zukunft

1 Gebiet, 2 Gemeinden, 600’000 m2, 20 verschiedenen Baufelder und Platz für 1500 Wohnungen, 800 Studierende sowie 4000 Arbeitsplätze. Die Rede ist von LuzernNord, einem Entwicklungsschwerpunkt der Zentralschweiz, der sich als Smart City entwicklen soll. Wie kann sichergestellt werden, dass sich die Mobilität in einem solch grossen Gebiet in eine Richtung entwickelt? Zum einen wurden bereits in den Bebauungsplänen strenge Vorgaben bezüglich der maximalen Anzahl an Fahrten zur Abendspitzenstunde gemacht. Zum anderen wurde kürzlich ein Leitfaden Mobilität LuzernNord veröffentlicht, der den Bauherren als Arbeitshilfe bei der Entwicklung der Mobilitätskonzepte dient. Darin enthalten sind ein Zielbild, verbindliche Vorgaben und Massnahmen im Sinne von Smart City. Trafiko durfte diesen Leitfaden im Auftrag des Regionalen Entwicklungsträgers LuzernPlus erstellen.

Lokale Angebote fördern

8. November 2019Kommunikation

Die Bahn hat Klimavorteile. Doch wie erklärt man das jedem einzelnen so, dass es überzeugt? Zum Beispiel mit individualisierter Werbung auf Social Media, sogenanntem Social Media Marketing. Wie das geht, zeigt der 2‘-Video der Deutschen Bahn: Mit modernster Technik und über modernste Netzwerkkanäle werden individuell nahe Reiseziele empfohlen. Raffiniert und etwas beängstigend zugleich.

PS: Schaffen wir es auch innerhalb der Schweiz, regionale Ziele vermehrt zu fördern und zu bewerben? So vermiedener Verkehr müsste gar nicht erst besser organisiert werden.

Sharing wird vielfältiger

25. Oktober 2019Technik

Ton an und sich in 2 Minuten erklären lassen, was aktuell State of the art ist.

Mobilität studieren

16. Oktober 2019Kommunikation/Technik/Wirtschaft

Die Hochschule Luzern bereit ab Herbst 2020 mit dem neuen Studiengang Bachelor of Science in Mobility, Data Science and Economics Fachleute auf die neuen Herausforderung im Mobilitätsmarkt vor. Trafiko durfte den Studiengang in den letzten 2 Jahren mitprägen, koordinierte dabei u.a. die 3 beteiligten HSLU-Departemente und führte den Konzeptbericht. Diesen Frühling bestätigte sowohl die Hochschulleitung, wie auch der Fachhochschulrat und schlussendlich der Konkordatsrat (je ein Regierungsmitglied der sechs Zentralschweizer Kantone) das Konzept. Nun sind Studiengangleitende gefunden, welche mit viel Power die Umsetzung vorantreiben. Wir unterstützen weiter u.a. mit dem oben eingefügtem Werbefilm oder Inhalten zur Experience-Website www.hslu.ch/bachelor-mobility. Sie wird beim gezielten Online-Marketing bei der Zielgruppe noch eine wichtige Rolle spielen. Nun seid aber ihr dran: Anmelden bis 30. April 2020 und nach dem Abschluss die Mobilität mitprägen!

On-demand in Biel

11. Oktober 2019Technik

Die Verkehrsbetriebe Biel testen von Oktober bis Dezember 2019 den flexiblen Shuttle-Bus-Service «Sowiduu» für die Agglomerationsgemeinden Bellmund, Brügg, Ipsach und Port. Von dort kommt man nur umständlich mit dem öV z.B. direkt ins Centre Brügg zum Einkauf, weshalb viele das Auto bevorzugen. Die neue Idee: Via App kann einer der beiden Kleinbusse mit Berufschauffeuren bestellt werden, welche individuell gewählte Ziele in den vier Gemeinden anfahren und unterwegs weitere Fahrgäste mitnehmen, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind. Es gibt keinen fixen Fahrplan und auch keine fixen Haltestellen. Die SBB als Partner ist mit im Boot und kann so Erfahrungen mit neuen Mobilitätslösungen sammeln. Der Dienst soll auf ioki basieren, welcher in Deutschland bereits gut funktioniert und laufend ausgebaut wird. In der Schweiz hat übrigens vor kurzem Kollibri sein Fazit zum Pilotprojekt gezogen. Wir meinen, da könnte man darauf aufbauen.

Mitten in der Verkehrswende?

4. Oktober 2019Technik/Wirtschaft

Die Agora Verkehrswende ist ein Think Tank in Deutschland und hat das Ziel, den Umbau zu einem klimafreundlichen und nachhaltigen Verkehrssystem zu fördern. Die 16 Mitarbeitenden haben unter anderem 12 Thesen zur Verkehrswende publiziert, über welche sie an Vorträgen informieren. Einen solchen durften wir miterleben, dabei spannende Sichtweisen kennenlernen: Viel Potenzial liegt noch beim Auto. Wir müssen es intelligenter nutzen.

Trafiko