Vernetzte Screens

11. Januar 2019Technik

Citybike in Wien ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Bereits an 121 Stationen können Fahrräder ausgeborgt werden. Jetzt werden diese mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vernetzt (Medienmitteilung). Via Infoscreen in Trams und Bussen werden die Fahrgäste der Wiener Linien vor jeder Haltestelle automatisch über die aktuelle Verfügbarkeit von Citybikes informiert (dies ergänzend zu den bisherigen Umsteigemöglichkeiten unter öV-Linien). Die Screens greifen dabei auf den Server von Citybike zu, fragen die Zahl der Fahrräder an der nächsten Station ab und zeigen seit letztem September flächendeckend die Verfügbarkeit von Rädern an. Ein sehr schönes Beispiel, wie zunehmend verkehrsmittelübergreifend gedacht wird und die Smart City Form annimmt. Die Technik dazu ist bereits seit einiger Zeit vorhanden.

Mikro-öV

4. Januar 2019Technik/Wirtschaft

Dieses österreichische System bringt Mobilität dahin, wo sie benötigt wird – bedarfs- und nachfrageorientiert, zudem als Erweiterung zum bestehenden öffentlichen Verkehr. ISTmobil funktioniert ähnlich wie Sammeltaxis. Eine digitale Plattform bündelt dabei Fahrtenwünsche, verteilt sie auf zur Verfügung stehende Fahrzeuge (beispielsweise von teilnehmenden Verkehrsunternehmen, Taxis, Schulbusunternehmen, Tixis usw). Das System eignet sich vor allem dort, wo klassischer öV nicht mehr effizient betrieben werden kann. Super, dass es solche Alternativen gibt. Setzten wir sie doch auch in der Schweiz an den richtigen Stellen ein.

Bike-Sharing in der Schweiz

28. Dezember 2018Technik/Wirtschaft

Schweizweit sind derzeit zahlreiche Bike Sharing – Systeme in Betrieb. Ein richtiges Produkt gibts dabei wohl nicht. Vielmehr macht eine kombinierte Lösung aus Stationen und dem sogenannten Free-Floating am meisten Sinn. Private Anbieter muss die öffentliche Hand dabei meist unterstützen, zumindest mit dem zur Verfügung stellen von Abstellflächen oder der Übernahme von administrativen Aufgaben. Restliche Investitionen kommen von Sponsoren und natürlich von den Nutzenden. Die Stadt Zug sucht zurzeit aktiv nach Anbietern, lanciert darüber hinaus gar eigene Pilotprojekte basierend auf neuster Blockchain-Technik. Anderes in Winterthur: Dort hat man 2012 die ersten Bike-Sharing-Versuche gemacht. Nach drei Jahren hob die Stadt den schwunglosen Versuch einer Teststation am Hauptbahnhof mit sechs Velos und zwei E-Bikes wieder auf. Ein Netz muss jedoch eine gewisse Dichte haben, damit genug Fahrten gebucht werden können. Konkret: Alle 400 Meter ist eine Station sinnvoll. Umgemünzt auf Winterthur hiesse das rund 40 bis 50 Stationen, von Töss bis Neuhegi, und damit eine Flotte von etwa 500 Velos. Ob hier eigenwirtschaftlich nächstens ein Anbieter kommt, wird die Zukunft weisen.

Revolution!

14. Dezember 2018Technik/Wirtschaft/Zukunft

Der aktuelle Lösungsansatz verursacht zunehmend lokale und vor allem globale Probleme. Wir glauben auch, dass vielerorts grundsätzliche Änderungen anstehen. Folgende Idee wäre ein Ansatz. Sie hat aber u.a. auch grössere Auswirkungen auf die Mobilität. Was meinst du dazu? Es lohnt sich, die 1.5h ins Referat und die Zuhörer-Fragen zu investieren:

Uber eats – in der Schweiz angekommen

7. Dezember 2018Technik/Wirtschaft

Nächster Dienst für die Schweiz: Uber eats. Die weltweit bekannte on-demand App für Essenslieferungen ist seit 29. Nov. in Genf präsent. Über die App kann bei rund 100 lokalen Restaurants Essen für zuhause oder direkt ans Grillfest bestellt werden (Liefergebühr 4.90 CHF). Dieses wird durch unabhängige Lieferpartner mit Velos und Motorrollern ausgeliefert, welche sich eigenständig und individuell auf der Plattform entsprechende Lieferaufträge schnappen. Während die Restaurants ihr Geschäftsfeld erweitern, damit unkomplizierte Teilzeit-Boten-Jobs entstehen, protestieren die Gewerkschaften (Zeitung / Fernsehen): Uber soll Arbeitgeber sein, nicht einfach Plattform. Wie die Regulierung auch immer ausgeht, der Dienst scheint anzukommen: Weltweit setzen bereits 160’000 Restaurants in 350 Städten auf Uber eats. Wir finden es spannend, wie die Digitalisierung neue Logistik-Konzepte hervorbringt. Offenbar werden sie von Kunden akzeptiert.

Mobility-Philosoph

30. November 2018Wirtschaft

Fazit von Christian Uhle: Im Jahr 2016 wurden 3,4 Millionen Neuzulassungen von Pkw in Deutschland verzeichnet, der Gesamtbestand erhöhte sich auf 45,8 Millionen. Bei aller heraufbeschworener Disruption bilanziert er: Dem Auto ging es nie besser. Das hat seinen Preis (Stichwort: Stau, Platzanspruch, Unfälle, …). Sein Fazit: Durch Technologie allein wird künftig noch nichts besser. Der Schlüssel zu einer echten Verkehrswende wird die Stärkung von Fußverkehr, Fahrrad und klassischem öV sein. Digitale Technologien können dabei einen Beitrag leisten, müssen aber konsequent an der Zielvorstellung einer Verkehrswende ausgerichtet werden. Daher sein Vorschlag: Mut zum Umbau des Verkehrssystems – als einzig blindes Vertrauen in neue Technologien.

Europameisterin?

23. November 2018Medien/Wirtschaft

Diese Grafik relativiert die jährlichen Lobeshymnen auf die Schweiz als Bahnfahreuropameisterin, welche von den Medien jeweils sehr stolz und breit aufgenommen werden. Es ist natürlich schön, dass der grosse öffentliche Finanzmitteleinsatz in die Bahninfrastruktur und den Regionalverkehr Wirkung zeigt. Wir sollten aber nicht vergessen, wo sinnvoll auch Alternativen auszubauen, damit wir tatsächlich öV-Europameisterin werden.

Trotti-Fieber

16. November 2018Technik

Es scheint, als würde jede Generation das Trottinett für sich neu entdecken. Beim letzten grossen Revival – um das Jahr 2000 herum – mutierte das Trottinett zum Kickboard. Knapp 20 Jahre später steht das Trottinett erneut im Fokus, dieses Mal in elektrisch angetriebener Form. Es könnte sein, dass sich das E-Trottinett sogar zu einem ernst zu nehmenden Verkehrsmittel entwickelt – in Kombination mit dem Sharing-Economy-Trend. Während in Zürich E-Trottinetts von den Anbietern Lime und Bird zur Verfügung stehen, können in Basel diese Gefährte vom Schweizer Anbieter Ibion ausgeliehen werden. Hinter Ibion steht die Firma Cablex, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Swisscom. Ibion ist aber längst nicht das einzige Schweizer Unternehmen, welches im E-Trottinett-Markt mitmacht. Auch die Micro Mobility Systems AG, die vor knapp zehn Jahren den Kickboard-Boom geprägt hat, möchte sich als Produzentin etablieren. Wir hatten letzte Woche Gelegenheit, diese E-Trottinetts zu testen. Fazit: Bei trockenem Wetter können sie im urbanen Raum durchaus eine Alternative darstellen. Die Geschwindigkeit ist beeindruckend, wenn nicht sogar etwas beängstigend. Auf jeden Fall lohnt sich eine Probefahrt.

Das Auto öfter stehen lassen …

8. November 2018Technik/Wirtschaft

… und trotzdem mit dem Auto abgeholt werden. Dieser neue Shuttleservice in Hamburg machts möglich. Schön an diesem Ridesharing-Beispiel ist, dass normale öV-Tickets gelten.

Trafiko