Lebensmittel-online-kaufen skaliert

12. Juli 2019Kommunikation/Technik

Nachdem Le Shop vorgespurt hat, geht die Migros nun in die Offensive. Interessant, wie sie den Onlineeinkauf mit dem neuen Ansatz Miacar mit dem einstigen Migroswagen vermarktet: «Wozu zum Supermarkt gehen, wenn der Supermarkt auch zu Dir kommen kann? Bereits ab einem Bestellwert von CHF 25 bringen wir Dir Deine Lebensmittel mit unseren elektrobetriebenen Fahrzeugen kostenlos nach Hause. MIACAR bringt den rollenden Supermarkt wieder zu Dir ins Quartier.»

Pendlerweganalyse mit commuteRANK

5. Juli 2019Allgemein

commuteRANK ist ein Analyse-Tool zur Berechnung und Visualisierung von (Pendler-)wegen. Für die Analyse berechnet commuteRank alle relevanten Tür-zu-Tür-Routenoptionen. Berücksichtigt werden öV, Auto, E-Bike, Velo und Fusswege, sowie auch die Kombinationen von Verkehrsmittel (P&R). Die Software stützt sich auf realen, aktuellen Standort- und Verbindungsdaten ab. Benutzerspezifische Konfigurationen entsprechend den Präferenzen und Regeln der Firma/Organisation sind möglich. Spannende Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise Standortanalysen für Firmen (bspw. Umzugspläne), Potentialanalysen im Rahmen von Mobilitätskonzepten (angestrebter sinnvoller Modalsplit) oder Erarbeitung Mobilitätsmangement-Konzepten für Mitarbeitende. Trafiko hat das Tool bereits mehrfach im Rahmen von Beratungsmandaten bei mittleren sowie grossen Unternehmen eingesetzt und verfügt über eine entsprechende Lizenz.

Neue Konzepte für den Langsamverkehr

28. Juni 2019Technik/Wirtschaft

In 3 Stunden fährt der TGV von Basel nach Paris. Dort gibts höchst zuverlässige S-Bahnsysteme oder Metrolinien – fast im Minutentakt. Doch im Untergrund sieht man wenig von der schönsten Stadt Europas. Laufen ist bei den grosszügigen Anlagen oft auch eine schlechte Wahl. Da kommen die Trottinetts gerade recht (im Bild vor dem Sacré-Cœur, dem Grande Arche und dem Eiffelturm). Paris ist regelrecht davon begeistert. 20’000 Trottis von 12 Anbietern stehen bereit und werden von den Einheimischen und Touristen rege genutzt. Ein Boom, der selbst Wissenschaftssendungen wie Einstein auf SRF zu einer Reportage veranlasste (u.a. auch aus Zürich, wo die Trottis auch auf Vormarsch sind). Die Kehrseite sind natürlich die noch weitgehend fehlenden Regeln für diese neuen Langsamverkehrskonzepte. Paris musste diesbezüglich kürzlich klare Massnahmen festlegen, wie der Stern berichtete. Es ist nicht das erste Verkehrsmittel, welches man regulieren muss …

Flightradar in Echtzeit

21. Juni 2019Technik

Die Luftfahrtbranche kommt in der aktuellen Klimadiskussion unter Druck. Irgendwie verständlich, wenn man sich auf www.flightradar24.com die Echtzeit-Darstellung der aktuell in der Luft befindlichen Flugzeuge anschaut (siehe Bild – rund 19000 sind jederzeit weltweit in der Luft. Sie sind für knapp fünf Prozent des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich). Wenn man dann noch bedenkt, dass ein Flug von Zürich nach New York 45’000 Liter Kerosin verbraucht, werden die Dimensionen klar. Übrigens: 1 Liter Kersoin bekommt man aktuell (steuerbefreit) für 50 Rappen. Sicher wirds auch noch technische Weiterentwicklungen mit alternativen Treibstoffen geben. Hier übrigens der aktuelle Stand diesbezüglich, falls Fakten interessieren.

Jelbi diese Woche gestartet

14. Juni 2019Technik/Wirtschaft

In Berlin gehts los: Diese Woche ist die Mobilitätsplattform Jelbi gestartet: Eine App, um verschiedene Dienste für seine Reise von A nach B zu buchen. Noch fehlen einige der 25 Mobilitätspartner, die ihr Commitment zum Projekt abgegeben haben. Da die volle Anbindung aller Verkehrsmittel nicht von jetzt auf gleich geht, ist ein schrittweiser Ausbau geplant. Durch den frühen Start kann auch das neue Angebot erprobt und optimiert werden. Es wird aber nicht nur eine Plattform vorangetrieben, auch zu neuen Mobilitätskonzepten haben die städtischen Verkehrsbetriebe eine unverkrampfte Einstellung: «Bei den neuen Mobilitätsangeboten besteht oft eine überhöhte Erwartung. Wir können gelerntes Verhalten nur über Zeit verändern. Es hat auch Zeit gebraucht, um die Menschen mit dem Smartphone vertraut zu machen. Aber unseren Kindern können wir heute kaum noch erklären, wozu wir mal eine Telefonzelle oder gar ein Telefonbuch gebraucht haben. Wenn es uns gelingt, den öffentlichen Nahverkehr in seiner Gesamtheit so attraktiv zu machen, dass das eigene Auto zur Ausnahme wird, bekommen Sharing-Angebote eine völlig veränderte Wirtschaftlichkeit.». Dies und mehr zu neuen Verkehrskonzepten erklärt BVG-Vorstand Henrik Haenecke im lesenswerten Interview.

Feierabendbier

7. Juni 2019Kommunikation/Wirtschaft/Zukunft

Die über 40 Anmeldungen haben uns gefreut. Mit euch und den noch spontan zugestossenen Gästen gab es gute Mobilitätsgespräche an verkehrlich spannender Lage direkt am Bundesplatz in Luzern. Heiss diskutiert wurde u.a. das Bahnreform-Symposium von letzter Woche. Trafiko hat sich entschlossen, einen Buchbeitrag einzureichen, welchen wir euch nicht vorenthalten wollen: Change im Mobilitätsmarkt-Trafiko-7Juni19 oder Textbeitrag Change im Mobilitätsmarkt. Ein kleiner Input, um anstehende Reformen passend zum Verkehrsmarkt aufzugleisen …

Incentivereisen

31. Mai 2019Technik/Wirtschaft

12’000 Chinesinnen und Chinesen haben sich beruflich stark engagiert, um die von ihrer Firma bezahlte Reise in die Schweiz zu erleben. Verständlich, bei uns sind Städte, Seen und Berge wunderschön. Schön auch, dass die Destination Luzern die Herausforderung annahm, wo in 6 Wellen jeweils bis zu 4000 Gäste gemeinsam den Tag verbrachten. Trafiko half mit und erstellte das Mobilitätskonzept für die Stadt Luzern. Dies war insofern anspruchsvoll, da der gewöhnliche Cartourismus mit bis zu 500 Carbewegungen pro Tag im Mai nebenher auch weiterlief. Ziel war daher unter Anderem, das lokale Leben möglichst wenig zu belasten und die Carfahrten der grössten Reisegruppe in Luzern zu minimieren. Teil des Erfolgs war wohl nicht einzig das einfach verständliche Kurzkonzept inkl. herunter gebrochenen Anweisung für alle 100 Reisecars und Einsatzposten, sondern die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten (siehe auch Beitrag Schweiz Aktuell). Wenn auch solche Grossgruppen die Ausnahme sind, der Tourismus verändert sich. Neue Konzept sind nötig, damit Luzern für alle attraktiv bleibt. Wir werden den Change schaffen, wie dieses Beispiel zeigt.

Firmen Carsharing

24. Mai 2019Technik/Wirtschaft

Beim Versorgungsunternehmen Thüga (Thüga-Gruppe mit etwa 100 Stadtwerken und Regionalversorgern) hatten sich vor einiger Zeit engagierte Mitarbeiter gefragt, warum eigentlich ihr privat genutztes Auto, mit dem sie morgens ins Büro gefahren waren, in der Regel den ganzen Tag über ungenutzt auf dem Firmenparkplatz herumstand – und ihr Arbeitgeber im Gegenzug zahlreiche Pool-Fahrzeuge vorhielt, mit denen die Mitarbeiter beispielsweise zu Geschäftsterminen fuhren. Mit Partner e2work entwickelte man eine Art firmeninternes Carsharing: Das Unternehmen bietet den rund 17.200 Beschäftigte nun die Möglichkeit, ein Auto zu teilen: Morgens steuert der Mitarbeiter damit ins Büro, abends wieder nach Hause. Während der Arbeitszeit aber kann es von anderen Kollegen für Dienstfahrten genutzt werden. Anschaffungs- und Betriebskosten teilen sich beide Seiten. Bei einem elektrisch angetriebenen Renault Zoe spart das Unternehmen so laut Thüga 23 Prozent, der Mitarbeiter sogar 33 Prozent gegenüber der normalen Anschaffung auf eigene Rechnung. Solche Plattformen gibt es übrigens auch in der Schweiz, wie folgendes Video zeigt:

Grüne Welle?

17. Mai 2019Technik/Wirtschaft

Man könnte meinen, das Zitat von William Seward Burroughs wurde kürzlich ausgesprochen: „Nach einem kurzen Blick auf unseren Planeten würde ein Ausserirdischer sagen: Ich will den Chef sprechen.“ Der US-amerikanische Schriftsteller lebte aber von 1914-1997, würde vielleicht heute gar sein Zitat wie folgt ergänzen: «Ich will den Chef sprechen, werde aber zuerst Sofortmassnahmen lancieren». Inzwischen ist den meisten klar, wir müssen etwas tun. Trafiko will so beitragen, wie swissclentec dies seit 10 Jahren postuliert. Darum traten wir dieser Organisation auch bei und setzen so ein erstes Zeichen. Dies reicht natürlich nicht. Aber die Schweiz hatte immer wieder gute Ideen: Das Halbtax-Abonnement wurde zwar 1890 eingeführt und richtete sich damals ausschliesslich an Geschäftsreisende. Schwung kam aber in den 80er-Jahren. Das Waldsterben führte zu einer politischen Diskussion um den Umweltschutz. 1987 beschloss das Parlament, im Rahmen des Eisenbahnprojektes Bahn 2000 den Preis des Halbtax von 360 auf 100 Franken zu senken. Dies war der Start einer Erfolgsgeschichte. Binnen zwei Jahren stiegen die Verkaufszahlen daraufhin von 660’000 auf mehr als zwei Millionen an (Quelle: Wikipedia). Wir meinen, auch heute ist mehr Intelligenz statt Beton und wieder einmal ein Zeichen dieser Art nötig.

Sind E-Trottinette öV?

10. Mai 2019Allgemein

Ja. Zumindest sieht Google dies so, wie der Printscreen von Google Maps in Brüssel zeigt. So wird bei einer Routenabfrage beispielsweise der E-Trottinett-Dienst Lime unter „öV“ als „Weitere Möglichkeit“ aufgelistet. Es ist anzunehmen, dass in naher Zukunft weitere Mobilitätsanbieter angezeigt werden. Während die Fachwelt und die Behörden noch darüber debattieren, ob neue Mobilitätsangebote öV sind oder nicht, hat hier eine der mächtigsten Plattformen der Welt bereits eine Entscheidung getroffen. Auf Seiten Behörden sind nun sinnvolle Rahmenbedingungen für solche neue Mobilitätsdienste gefordert, die den öV effektiv ergänzen – nicht nur als Anzeige auf Google Maps.

Trafiko